Mantren 11.1 Zusammenleben mit Hierarchien Tempelbau

Aus dem Weltenraum:

Welten-Sternen-Stätten,Götter-Heimat-Orte!

Inneres Echo der Seele:

Spricht in HaupteshöheMenschen-Geistes-StrahlungDas ‹Ich bin›:

Der Engel zu den Göttern:

So lebet Ihr im ErdenleibeAls Menschen-Wesenheit.

Hinweis zu 11.1

Erste Strophe – Welten-Sternen-Stätten (Haupt)

Aus den Weltenweiten tönt es wie ein Posaunenklang: Welten-Sternen-Stätten, Götter-Heimat-Orte. Spricht das Haupt das ‹Ich bin›, antwortet der Engel: So lebet Ihr – die Götter – im Erdenleibe als Menschen-Wesenheit.

Erste der drei Strophen des Tempelbau-Mantrams, dem Haupt zugeordnet. Das Haupt ist eine Nachbildung des Kosmos; die Glanzesstrahlen der Sterne werden in ihm wie der ganze Sternenhimmel zusammengerollt aufbewahrt, und die Sterne sind die Wohnung der Götter. Man hört von allen Seiten den majestätischen Posaunenklang ‹Welten-Sternen-Stätten, Götter-Heimat-Orte!›, antwortet still aus dem Intimsten ‹Spricht in Haupteshöhe … das Ich bin›, und der Engel (Angelos) lehrt: ‹So lebet Ihr im Erdenleibe als Menschen-Wesenheit.› Dreigliedrig: objektives Erklingen – eigenes Echo – Sprache des Engels.

  • Die Elfte Stunde eröffnet die Gruppe ‹Zusammenleben mit Hierarchien›. Das dreistrophige Mantram ordnet die dreigliedrige Menschennatur den drei Weltenregionen zu; die erste Strophe gilt dem Nerven-Sinnes-Menschen, dem Haupt.
  • Steiner schildert das Haupt als zusammengerollten Weltenraum: was draussen als Sternenglanz strahlt, wirkt im Haupte als dasselbe in anderer Gestalt. Da die Sterne Götterwohnungen sind, sprechen die Götter selbst, wenn der Mensch sein ‹Ich› durch die Kraft des Hauptes hineinspricht – eine Lehre, die nicht von Menschen, sondern von den Angeloi (dritte Hierarchie) gegeben wird.
  • Der mantrische Charakter ist entscheidend: nicht der theoretische Inhalt wirkt, sondern das Geschehen – das Tönen des Kosmos, das eigene intime Antworten, die lehrende Interpretation des Engels. Nach dieser ersten Strophe spürt man ein webendes Tempelgewölbe; sie ist der erste Schritt auf dem Weg zum Tempel. Die Wandtafel der Stunde (Sternenbogen über der Haupt-Ich-Figur) dient als Meditationshilfe.

So lebet Ihr im Erdenleibe als Menschen-Wesenheit.

GA 270b, Elfte Stunde (2.5.1924), S. 37
GA 270i, Tafel zur Elften Stunde (2.5.1924)
Elfte Stunde · Dornach · 1924-05-02 · GA 270b, S. 36–37 Wiederholung in Stunde 45

Dreigliedrig: objektives Erklingen – eigene intime Aussage – Sprache des Engels (Angelos).

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