Mantren 12.1 Zusammenleben mit Hierarchien Felder

Aus dem Weltenall, dem Bereich der dritten Hierarchie: Vernimm des Denkens Feld:

Der Hüter:

Es spricht, der dir die WegeVon Erdensein zu ErdenseinIm Geisteslichte weisen will:

Angeloi:

Blick' auf deiner Sinne Leuchtewesen.

Hüter:

Es spricht, der dich zu SeelenIm stoffbefreiten SeinsgebieteAuf Seelenschwingen tragen will:

Archangeloi:

Blick' auf deines Denkens Kräftewirken.

Hüter:

Es spricht, der unter GeisternIm erdenfernen SchöpferfeldeDen Daseinsgrund dir geben will:

Archai:

Blick' auf der Erinnerung Bildgestalten.

Hinweis zu 12.1

Erstes Mantram – Vernimm des Denkens Feld (niedere Hierarchien)

Aus dem Kosmos tönt ‹Vernimm des Denkens Feld›. Der Hüter weist ein, dann sprechen Angeloi, Archangeloi, Archai: Blick' auf deiner Sinne Leuchtewesen – auf deines Denkens Kräftewirken – auf der Erinnerung Bildgestalten.

Erstes der beiden grossen Mantren der Zwölften Stunde, gerahmt vom Weltenwort. Die Seele schweigt und steht jenseits der Schwelle vor dem Hüter; sie vernimmt dreierlei: den Ruf aus dem Weltenall (‹Vernimm des Denkens Feld›), die dreizeilige Einweisung des Hüters und die paradigmatische Zeile des zu uns gehörigen Hierarchie-Wesens. So führt das Mantram durch die drei niederen Hierarchien: Angeloi (‹Blick' auf deiner Sinne Leuchtewesen› – auch unsere Sinne leuchten, nur bemerken wir es nicht), Archangeloi (‹Blick' auf deines Denkens Kräftewirken›), Archai (‹Blick' auf der Erinnerung Bildgestalten›, das tief unter der Sprache Liegende). Vor der Übung stellt man das Bild des nach oben blickenden Auges vor die Seele.

  • Die Zwölfte Stunde gehört zur Gruppe ‹Zusammenleben mit Hierarchien› und ist vorne und hinten vom Weltenwort gerahmt. Selbsterkenntnis führt zur Welterkenntnis – aber nur, wenn man das Selbst mit der geistigen Welt verbindet, in der die Hierarchien stehen.
  • Neu ist die Drei-Stimmen-Situation: der Mensch schweigt ganz und hört. Der erste Ton kommt aus dem weiten Weltenall, der zweite vom Hüter, der dritte vom Hierarchie-Wesen, das zu uns gehört. Steiner betont den mantrischen Charakter: nicht der theoretische Inhalt wirkt, sondern das Sich-Hineinversetzen in die Situation, in der anderes Wesen zu uns spricht.
  • Die drei paradigmatischen Zeilen richten den Blick stufenweise nach innen: auf das (unbemerkte) Leuchten der Sinne, auf das (ungespürte) Kräftewirken des Denkens, auf die unter der Sprache liegenden Erinnerungsbilder. Das Konzentrationsbild – ein hinaufblickendes Auge, das die Kräfte der höheren Hierarchien empfängt, welche die unteren zum Menschen weiterschicken – bleibt während der ganzen Übung vor der Seele. Die Wandtafel der Stunde zeigt genau dieses Bild.

Blick' auf deiner Sinne Leuchtewesen.

GA 270b, Zwölfte Stunde (11.5.1924), S. 55
GA 270i, Tafel zur Zwölften Stunde (11.5.1924)
Zwölfte Stunde · Dornach · 1924-05-11 · GA 270b, S. 54–59 Wiederholung in Stunde 57

Kosmos-Ruf, dreizeilige Hüter-Einweisung, dann die paradigmatische Zeile des Hierarchie-Wesens; Konzentrationsbild: das nach oben blickende Auge.

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