Mantren 19.1 Kosmische Wesen bezeugen Es ist Ich

Der Hüter spricht aus der Ferne; das Menschen-Ich weiß sich im Bereich des seraphisch-cherubinisch-Throne-getragenen Geistes-Wortes:

Wer spricht im Geistes-Wort,Mit der Stimme,Die im Weltenfeuer lodert?

Aus dem Reich der ersten Hierarchie:

Es sprechen Sternen-Flammen,Es flammen seraph'sche Feuer-Mächte;Sie flammen auch in meinem Herzen.In des Urseins Liebe-QuellFindet Menschen-HerzSchaffendes Geistes-Flammen-Sprechen:Es ist Ich.

Hinweis zu 19.1

Das Geistes-Wort-Mantram – Wer spricht im Geistes-Wort

Der ferne Hüter fragt dreimal – wer spricht, was denkt, was kraftet im Geistes-Wort? Die erste Hierarchie antwortet: Seraphine im Herzen, Cherubine im Haupte, Throne in den Gliedern – je mündend in ‹Es ist Ich›.

Das krönende Mantram der Neunzehnten Stunde, das den ersten Abschnitt der ganzen Klasse abschliesst. Der Hüter ist nun ganz in der Ferne; nur leise stellt er drei Fragen, auf die die erste Hierarchie antwortet. Erstens das Sprechen: ‹Wer spricht im Geistes-Wort / Mit der Stimme, / Die im Weltenfeuer lodert?› – ‹Es sprechen Sternen-Flammen, / Es flammen seraph'sche Feuer-Mächte; / Sie flammen auch in meinem Herzen … Es ist Ich.› Zweitens das Denken: ‹Was denkt …?› – cherubin'sche Bilde-Kräfte, die auch im Haupte leuchten. Drittens das Kraften: ‹Was kraftet …?› – der Throne Trag-Gewalten, die auch in den Gliedern ‹leiben›. Jeder Teil mündet in ‹Es ist Ich›: das wahre ‹Ich bin›, das uralt heilige ‹ejeh asher ejeh›, das im Erdenbereich nur Abglanz ist und erst im Reiche der Seraphine, Cherubine, Throne wahr klingt.

  • Die Neunzehnte Stunde ist der Abschluss des ersten Abschnitts der Ersten Klasse. Sie wiederholt zunächst das vierstrophige Regenbogen-Mantram der Siebzehnten Stunde (der Zusammenklang der Chöre) und führt dann zum eigentlichen Ziel: dem wahren ‹Ich bin›.
  • Steiner stellt das uralt heilige ‹ejeh asher ejeh› in den Mittelpunkt: was wir im flüchtigen Erdengedanken als ‹Ich bin› festhalten, ist nur ein Abglanz; wahr klingt es erst im Reiche der ersten Hierarchie. Darum muss der Mensch die Frage des fernen Hüters vernehmen, wer im Weltenwort spricht – und die Antwort aus dem Herzen quellen lassen.
  • Der dreiteilige Bau ordnet die erste Hierarchie den drei Menschengliedern zu: Seraphine (Feuer-Mächte) dem Herzen und dem Sprechen, aus dem Urseins Liebe-Quell; Cherubine (Bilde-Kräfte) dem Haupte und dem Denken, aus dem Lichtes-Quell; Throne (Trag-Gewalten) den Gliedern und dem Kraften, aus dem Lebens-Quell. Steiner bildet eigens das ungewöhnliche Verb ‹leiben› – wie ‹leuchten› von Licht – weil Leib nichts Totes, sondern in jedem Augenblick regsam ist.
  • Jeder der drei Teile mündet in das dreifache ‹Es ist Ich›, das als Echo dessen aus dem Herzen quellen darf, was Seraphine, Cherubine, Throne darin erklingen lassen. Damit ist der Weg vom Reich der Illusion über den Hüter und die Selbsterkenntnis bis zur Ergreifung des wahren Menschen-Ich in der Umgebung der ersten Hierarchie absolviert. Steiner kennzeichnet diese Worte als Michael-Worte der esoterischen Michael-Schule und kündigt die weiteren Abschnitte an.

In des Urseins Liebe-Quell findet Menschen-Herz … Es ist Ich.

GA 270b, Neunzehnte Stunde (2.8.1924), S. 196
Neunzehnte Stunde · Dornach · 1924-08-02 · GA 270b, S. 196–205 Wiederholung in Stunde 204

Dreiteilig: Sprechen (Seraphine/Herz), Denken (Cherubine/Haupt), Kraften (Throne/Glieder). Das wahre ‹Ich bin› als ‹ejeh asher ejeh›; jeder Teil mündet in ‹Es ist Ich›.

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