Der Hüter mit allerbedeutsamstem Ernst:
Du steigst ins Erden-WesenhafteMit deines Willens Kraftentfaltung;Betritt als Denker du das Erdensein,Es wird Gedankenmacht dir dichAls deine eigne Tierheit zeigen;Die Furcht vor deinem SelbstMuss dir in Seelen-Mut sich wandeln.
Hinweis zu 6.1
Unterwelt-Mantram – Erde (Wollen / Tierheit)
Mit der Kraft des Willens steigt man ins Erden-Wesenhafte; als Denker betreten, zeigt es die eigene Tierheit. Die Furcht vor dem Selbst muss sich in Seelen-Mut wandeln.
Erstes der drei Unterwelt-Mantren. In der Welt der Elemente steht der Mensch der Erde am fernsten – im Unterbewussten. Steigt man mit dem Willen ins Erden-Wesenhafte und betritt es bewusst ‹als Denker›, so zeigt sich die eigene Tierheit: ‹von Erden wegen sind wir Tier›. Daraus entsteht Furcht vor dem Selbst – die sich aber metamorphosieren muss in ‹Seelen-Mut›. Hier wirkt am stärksten die ahrimanische Verführung.
- Die Sechste Stunde entwickelt das große Elemente-Schema: Erde, Wasser, Luft, Wärme, Licht, Weltgestaltung, Weltenleben. Voll verwandt lebt der Mensch nur in der Wärme; der Erde steht er am fernsten, im Unbewussten – dort lauert Ahrimans Verführung.
- Wird man im imaginativen Fühlen der Verwandtschaft mit der Erde gewahr, fühlt man sich nicht mehr in der Menschheit, sondern in der Tierheit; der eigene Wille zeigt sich stierhaft, elefantenhaft, adlerhaft. Die unvermeidliche Folge ist Furcht vor sich selbst.
- Steiner betont: diese negativen Empfindungen (Furcht, später Lahmheit, Kältetod) sind nicht das Ziel, sondern müssen sich verwandeln – die Furcht in Seelenmut. Gerade das, was herunterbringt, wird, bezwungen, zum Antrieb hoher Eigenschaften. Die Wandtafel der Stunde zeigt das Schema unmittelbar.
Die Furcht vor deinem Selbst muß dir in Seelen-Mut sich wandeln.
GA 270a, Sechste Stunde (21.3.1924), S. 153
Parallelstellen
- GA 270a, Sechste Stunde – Elemente-Schema, S. 143–147 – Hinführung
- GA 270a, Sechste Stunde – Wandtafelzeichnung – Tafelbild
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Bescheidenheits-/Erweckungs-Lehre – Variante (GA 270c)
Varianten und Fassungen
In der Fünften Wiederholungsstunde (GA 270c, 15.9.1924) wird dieses Mantram wortgleich wiederholt; der Hüter rahmt es als Bescheidenheits- und Erweckungs-Lehre (Tierheit→Seelen-Mut, Lahmheit→Wachen, Kälte-Tod→Geistesfeuer).
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Bescheidenheit/Erweckung – Wortgleich; der Hüter mahnt mit ‹allerbedeutsamstem Ernst›: Eintritt ins Erden-Wesenhafte als Denker – das Denken zeigt sich als eigene Tierheit; die Furcht vor dem Selbst muss sich in Seelen-Mut wandeln.
Du steigst ins Erden-Wesenhafte … / Du lebest mit dem Wasserwesen … / Du sinnest in dem Lüftewehen …
GA 270c, S. 101–104
Furcht muss sich in Seelen-Mut wandeln.
Zur Vortragsstelle →Du lebest mit dem WasserwesenNur durch des Fühlens Traumesweben;Durchdring erwachend Wassersein,Es wird die Seele sich in dirAls dumpfes Pflanzendasein geben;Und Lahmheit deines SelbstMuss dich zum Wachen führen.
Hinweis zu 6.2
Unterwelt-Mantram – Wasser (Fühlen / Pflanzenheit)
Mit dem Wasserwesen lebt man nur durch des Fühlens Traumesweben; erwachend durchdrungen, gibt sich die Seele als dumpfes Pflanzendasein. Die Lahmheit muss zum Wachen führen.
Das zweite Unterwelt-Mantram betrifft das Fühlen, verwandt mit dem Wasser. ‹Von Wasser wegen wären wir Pflanze›: das Gefühl hat ein träumendes, pflanzenhaftes Wesen. Steigt man bewusst erwachend hinein, gibt sich die Seele ‹als dumpfes Pflanzendasein›. Das Gefühl der Lahmheit – die Gefahr, mit gelähmtem Bewusstsein dahinzuleben – muss sich umwandeln zum inneren Weckruf, zum Wachen.
- Das mittlere der Unterwelt-Mantren. Der Mensch steht dem Wasser ferner als der Wärme, aber näher als der Erde; das Wässerige zeigt sich etwa im Angsttraum, in der Transpiration des Schlafes.
- Wird man der Verwandtschaft mit dem Wassersein gewahr, entdeckt man das Pflanzenhafte des eigenen Gefühlslebens – ein träumendes Wesen, das die Tendenz hat, dumpf und schlafend zu bleiben.
- Wie die Furcht (Erde) in Seelenmut, so muss die Lahmheit (Wasser) in Weckekraft umschlagen: ‹Und Lahmheit deines Selbst muß dich zum Wachen führen.› Die Verwandlung ins Gegenteil des schlafenden Fühlens-Traumeswesens wird zum Wecker. Die Wandtafel der Stunde dient als Meditationshilfe.
Und Lahmheit deines Selbst muß dich zum Wachen führen.
GA 270a, Sechste Stunde (21.3.1924), S. 155
Parallelstellen
- GA 270a, Sechste Stunde – imaginatives Fühlen, S. 148–151 – Hinführung
- GA 270a, Sechste Stunde – Wandtafelzeichnung – Tafelbild
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Bescheidenheits-/Erweckungs-Lehre – Variante (GA 270c)
Varianten und Fassungen
In der Fünften Wiederholungsstunde (GA 270c, 15.9.1924) wird dieses Mantram wortgleich wiederholt; der Hüter rahmt es als Bescheidenheits- und Erweckungs-Lehre (Tierheit→Seelen-Mut, Lahmheit→Wachen, Kälte-Tod→Geistesfeuer).
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Bescheidenheit/Erweckung – Wortgleich; der Hüter mahnt mit ‹allerbedeutsamstem Ernst›: Eintritt ins Wasserwesen als Fühlender – dumpfes, träumendes Pflanzendasein; die Lahmheit des Selbst muss zum Wachen führen.
Du steigst ins Erden-Wesenhafte … / Du lebest mit dem Wasserwesen … / Du sinnest in dem Lüftewehen …
GA 270c, S. 101–104
Lahmheit muss zum Wachen führen.
Zur Vortragsstelle →Du sinnest in dem LüftewehenNur in Gedächtnis-Bilderformen;Ergreife wollend Lüftewesen,Es wird die eigne Seele dichAls kalterstarrter Stein bedroh'n;Doch deiner Selbstheit Kälte-Tod,Er muss dem Geistesfeuer weichen.
Hinweis zu 6.3
Unterwelt-Mantram – Luft (Denken / Mineralwesen)
Im Lüftewehen sinnt man nur in Gedächtnis-Bildern; wollend ergriffen, droht die Seele als kalterstarrter Stein. Der Kälte-Tod muss dem Geistesfeuer weichen.
Das dritte Unterwelt-Mantram betrifft das Denken, verwandt mit der Luft – ‹Denken ist verfeinertes Atmen›. Solange man die Atmung zum Denken der Umgebung verfeinert, ist kaum Gefahr; steigen aber Erinnerungen auf (‹Gedächtnis-Bilder›), droht das Mineralisch-Werden: die Seele als ‹kalterstarrter Stein›. Das gewöhnliche abstrakte Denken ist steinhart, es ‹tut weh›. Dieser innere Kältetod muss zur Gegenkraft anfeuern – das Geistig-Lebendige aus innerer Kraft hervorzurufen: ‹Er muß dem Geistesfeuer weichen.›
- Das letzte der drei Unterwelt-Mantren. Der Mensch steht der Luft schon näher; aber im Reich der Erinnerungen, wo der Atem von innen wirkt, bleibt eine Spur ahrimanischer Verführung.
- Steiner schildert eindringlich die Härte des abstrakten Denkens: Wer in die spirituelle Welt eintritt, fühlt das gewöhnliche Denken ‹mit Ecken und Kanten›; die abstrakten Gedanken der heutigen Zivilisation verwunden ihn wie durch Kanten. Das ist der Kohlenstoff-, der Mineralisierungsprozess (‹der Stein der Weisen› innerlich im Menschen).
- Die Trias der negativen Eigenschaften – Furcht, Lahmheit, Kältetod – wird hier vollendet und muss sich, wie die anderen, metamorphosieren: in belebendes Geistesfeuer. Die Wandtafel der Stunde dient als Meditationshilfe.
Doch deiner Selbstheit Kälte-Tod, er muß dem Geistesfeuer weichen.
GA 270a, Sechste Stunde (21.3.1924), S. 157
Parallelstellen
Varianten und Fassungen
In der Fünften Wiederholungsstunde (GA 270c, 15.9.1924) wird dieses Mantram wortgleich wiederholt; der Hüter rahmt es als Bescheidenheits- und Erweckungs-Lehre (Tierheit→Seelen-Mut, Lahmheit→Wachen, Kälte-Tod→Geistesfeuer).
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Bescheidenheit/Erweckung – Wortgleich; der Hüter mahnt mit ‹allerbedeutsamstem Ernst›: Eintritt ins Lüftewehen mit dem Wollen – nur Gedächtnis-Bilderformen, kalterstarrter Stein; der Kälte-Tod muss dem Geistesfeuer weichen.
Du steigst ins Erden-Wesenhafte … / Du lebest mit dem Wasserwesen … / Du sinnest in dem Lüftewehen …
GA 270c, S. 101–104
Kälte-Tod muss dem Geistesfeuer weichen.
Zur Vortragsstelle →Der Hüter spricht, wie wenn das Weltenwort selber ertönte:
Du hältst von Lichtes-Scheines-MachtGedanken nur im Innern fest;Wenn Lichtesschein in dir sich selber denkt,So wird unwahres GeisteswesenIn dir als Selbstheitwahn ersteh´n;Besinnung auf die ErdennöteWird dich im Menschensein erhalten.
Hinweis zu 6.4
Oberwelt-Mantram – Licht (Denken / Selbstheitwahn)
Hält man Gedanken von der Lichtes-Scheines-Macht im Innern fest und denkt das Licht in sich selber, droht Selbstheitwahn; Besinnung auf die Erdennöte erhält im Menschensein.
Erstes Oberwelt-Mantram. Während man nach unten (Erde, Wasser, Luft) Ahriman begegnet, dringt man nach oben in Licht, Weltgestaltung, Weltenleben – dort lockt Luzifer. Das Denken ist als feiner, lichtdurchglänzter Atem mit dem Licht verwandt; das ist ‹ungeheuer schön›, eine innere Wollust. Wenn ‹Lichtesschein in dir sich selber denkt›, droht ‹unwahres Geisteswesen› als ‹Selbstheitwahn›. Der Schutz: ‹Besinnung auf die Erdennöte› hält im Menschensein.
- Mit den drei Oberwelt-Mantren wendet sich die Sechste Stunde der luziferischen Seite zu. Wir leben im Lichte, indem wir Gedanken bilden; für den, der zur Imagination aufsteigt, ist Denken ein vom Licht durchglänztes Atemverhauchen.
- Die luziferische Verlockung will den Menschen den irdischen Elementen entreißen und ihn ins Geisterreich hinaufheben, so dass er nach dem Schlafe nicht mehr in den Leib zurück will. Hier entsteht der ‹Selbstheitwahn›.
- Der Gegenhalt ist nicht Askese, sondern Bindung: ‹Besinnung auf die Erdennöte wird dich im Menschensein erhalten.› Der feste Entschluss, die Erdennöte nicht zu vergessen, gestaltet das Band mit dem Erdensein, das durchwandert werden muss. Die Wandtafel der Stunde dient als Meditationshilfe.
Besinnung auf die Erdennöte wird dich im Menschensein erhalten.
GA 270a, Sechste Stunde (21.3.1924), S. 161
Parallelstellen
- GA 270a, Sechste Stunde – luziferische Verlockung, S. 159–160 – Hinführung
- GA 270a, Sechste Stunde – Wandtafelzeichnung – Tafelbild
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Steigerung und Rettung der Seele – Variante (GA 270c)
Varianten und Fassungen
In der Fünften Wiederholungsstunde (GA 270c, 15.9.1924) wird dieses Mantram wortgleich wiederholt und in die Steigerung gestellt: Besinnung/Liebe/geist-ergebenes Wollen → Menschensein erhalten / Menschenseele retten / Gott im Menschen walten lassen.
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Steigerung/Rettung – Wortgleich; der Hüter deutet: Lichtes-Scheines-Macht / Gedanken – wenn Lichtesschein sich selbst denkt: Selbstheitwahn; ‹Besinnung auf die Erdennöte› erhält das Menschensein. Steigerung: Menschensein erhalten – Menschenseele retten – waltenden Gott empfangen.
Du hältst von Lichtes-Scheines-Macht … / Du hältst vom Weltgestalten … / Du hältst vom Weltenleben …
GA 270c, S. 106–111
Gegen die luziferische Verlockung des Lichts.
Zur Vortragsstelle →Du hältst vom WeltgestaltenGefühle nur im Innern fest;Wenn Weltenform in dir sich selber fühlt,So wird ohnmächtig Geist-ErlebenIn dir das Selbstheitsein ersticken;Doch Liebe zu den ErdenwertenWird dir die Menschenseele retten.
Hinweis zu 6.5
Oberwelt-Mantram – Weltgestaltung (Fühlen)
Hält man Gefühle vom Weltgestalten im Innern fest und die Weltenform fühlt sich in einem selbst, erstickt ohnmächtig das Selbstheitsein; Liebe zu den Erdenwerten rettet die Menschenseele.
Das zweite Oberwelt-Mantram betrifft das Fühlen im chemischen Äther (‹Weltgestaltung›). Steigt man imaginativ hinein, wird man selbst zum kosmischen Chemiker, mit den Stoffen verwebt. Die luziferische Versuchung erscheint hier als Ohnmächtigwerden: erst Wollust, Geist sein zu können, dann Erstickung des Selbstheitseins. Der Schutz: ‹Liebe zu den Erdenwerten›, erworben, bevor man herantritt.
- Steigt man vom Licht weiter ins ätherische Element, wird die luziferische Verlockung intensiver; nicht mehr nur die Gedanken, sondern das dumpfere Fühlen kommt in Betracht.
- Im Verwebtsein mit der Weltengestaltung droht eine Seelenohnmacht: der Mensch ist seines Menschenwesens nicht mehr mächtig. Davor bewahrt nur, wer zuvor die Liebe zu allem Wertvollen auf Erden erworben hat.
- Steiner verbindet dies mit dem Bild des ‹Engels zur Unzeit›: Luzifer will den Menschen schon während des Erdendaseins zum unreifen, verkümmerten Engel machen; dann wäre die Menschenseele verloren. ‹Doch Liebe zu den Erdenwerten wird dir die Menschenseele retten.› Die Wandtafel der Stunde dient als Meditationshilfe.
Doch Liebe zu den Erdenwerten wird dir die Menschenseele retten.
GA 270a, Sechste Stunde (21.3.1924), S. 162
Parallelstellen
- GA 270a, Sechste Stunde – Engel zur Unzeit, S. 162–164 – Deutung
- GA 270a, Sechste Stunde – Wandtafelzeichnung – Tafelbild
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Steigerung und Rettung der Seele – Variante (GA 270c)
Varianten und Fassungen
In der Fünften Wiederholungsstunde (GA 270c, 15.9.1924) wird dieses Mantram wortgleich wiederholt und in die Steigerung gestellt: Besinnung/Liebe/geist-ergebenes Wollen → Menschensein erhalten / Menschenseele retten / Gott im Menschen walten lassen.
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Steigerung/Rettung – Wortgleich; der Hüter deutet: Weltgestalten / Gefühle – wenn Weltenform sich selbst fühlt: ohnmächtiges Geist-Erleben; ‹Liebe zu den Erdenwerten› rettet die Menschenseele. Steigerung: Menschensein erhalten – Menschenseele retten – waltenden Gott empfangen.
Du hältst von Lichtes-Scheines-Macht … / Du hältst vom Weltgestalten … / Du hältst vom Weltenleben …
GA 270c, S. 106–111
Liebe zu den Erdenwerten rettet die Menschenseele.
Zur Vortragsstelle →Du hältst vom WeltenlebenDas Wollen nur im Innern fest;Wenn Weltenleben dich voll erfasst,So wird vernichtend Geistes-LustIn dir das Selbst-Erleben töten;Doch Erdenwollen geist-ergeben,Es lässt den Gott im Menschen walten.
Hinweis zu 6.6
Oberwelt-Mantram – Weltenleben (Wollen)
Hält man das Wollen vom Weltenleben im Innern fest und erfasst es einen voll, tötet vernichtende Geistes-Lust das Selbst-Erleben; geist-ergebenes Erdenwollen lässt den Gott im Menschen walten.
Das dritte und stärkste Oberwelt-Mantram. Am intensivsten ist die Verlockung im allgemeinen Weltenleben: bewusst darin leben heißt, ‹den Tod als einzelne Wesen erfahren› – wie das Insekt, das aus Gier nach dem Licht in die Flamme fliegt und erstirbt. ‹Vernichtend Geistes-Lust› würde das Selbst-Erleben töten. Nur ein gottergebenes, geistergebenes Erdenwollen, durchdrungen von ‹hingebender Glut-Liebe›, bewahrt davor: ‹Es läßt den Gott im Menschen walten.›
- Das letzte Mantram der Sechsten Stunde führt an die äußerste Grenze: das Eintreten in das universelle Weltenleben mit dem eigenen Geiste bedeutet den Tod des einzelnen Wesens.
- Das Bild des Insekts, das in einer ungeheuren Lust in die Flamme flattert und im Moment des Hineinfliegens erstirbt, fasst die Gefahr zusammen: ein Aufflackern in einem Augenblick.
- Der Schutz ist hier am stärksten gefordert: ein bis zur Glut-Liebe durchdrungenes, gottergebenes Erdenwollen – das Bewusstsein, auf Erden die Absichten der Geister auszuführen. Erst dann lässt sich das Weltenleben betreten, ohne ein degenerierter Engel zu werden. Die Wandtafel der Stunde dient als Meditationshilfe.
Doch Erdenwollen geist-ergeben, es läßt den Gott im Menschen walten.
GA 270a, Sechste Stunde (21.3.1924), S. 164
Parallelstellen
Varianten und Fassungen
In der Fünften Wiederholungsstunde (GA 270c, 15.9.1924) wird dieses Mantram wortgleich wiederholt und in die Steigerung gestellt: Besinnung/Liebe/geist-ergebenes Wollen → Menschensein erhalten / Menschenseele retten / Gott im Menschen walten lassen.
- GA 270c, Fünfte Wiederholungsstunde (15.9.1924) – Steigerung/Rettung – Wortgleich; der Hüter deutet: Weltenleben / Wollen – wenn Weltenleben voll erfasst: vernichtende Geistes-Lust; ‹geist-ergebenes Erdenwollen› lässt den Gott im Menschen walten. Steigerung: Menschensein erhalten – Menschenseele retten – waltenden Gott empfangen.
Du hältst von Lichtes-Scheines-Macht … / Du hältst vom Weltgestalten … / Du hältst vom Weltenleben …
GA 270c, S. 106–111
Erdenwollen geist-ergeben lässt den Gott im Menschen walten.
Zur Vortragsstelle →