Mantren 9.2 Leib in neuer Umgebung Trag'

Trag' in Denk-ErlebenDas als reines SinnenIn der Seele lichtvoll glänztFühlen und WollenUnd du bist GeistUnter reinen Geistern.

Trag' in FühlenskräfteDie als edle LiebeDurch die Seele wärmend webenDenken und WollenUnd du bist SeeleIm Reich der Geister.

Trag' in WillensmächteDie als GeistestriebeUm die Seele wirkend lebenDenken und FühlenUnd du schaust dich selbstAls Leib aus Geisteshöhen.

Hinweis zu 9.2

Mantram – Trag' in Denk-Erleben (Geist – Seele – Leib)

Trägt man in Denk-Erleben Fühlen und Wollen, ist man Geist unter Geistern; in die Fühlenskräfte Denken und Wollen, ist man Seele im Reich der Geister; in die Willensmächte Denken und Fühlen, schaut man sich als Leib aus Geisteshöhen.

Das abschließende dreistrophige Mantram der Neunten Stunde. Jenseits der Schwelle sind Denken, Fühlen, Wollen im Weltenall aufgeteilt: das Denken ruht in den Ruhesternen, das Fühlen kreist in den Wandelsternen, das Wollen gliedert sich den Erdenkräften ein. Sie müssen mit festem inneren Erkraften wieder zur Einheit zusammengefügt werden. Das Mantram leistet dies in drei Strophen: ins Denk-Erleben Fühlen und Wollen tragen (‹du bist Geist unter reinen Geistern›), in die Fühlenskräfte Denken und Wollen (‹du bist Seele im Reich der Geister›), in die Willensmächte Denken und Fühlen (‹du schaust dich selbst als Leib aus Geisteshöhen›). Erst so erscheint der Leib in seiner wahren Gestalt.

  • Die Neunte Stunde führt zur Wiedervereinigung dessen, was die intime Übung zuvor in die Weltglieder verteilt hat. Auf Erden hält der physische Leib Denken, Fühlen, Wollen zusammen; jenseits der Schwelle fallen sie auseinander und müssen durch eigene Kraft zusammengefügt werden.
  • Die drei Strophen entsprechen Geist, Seele und Leib: dem Denken bei den Ruhesternen werden Fühlen und Wollen beigemischt; dem Fühlen bei den Wandelsternen Denken und Wollen; dem an die Erde gebundenen Wollen Denken und Fühlen.
  • Was so in Worte gefasst ist, sind nach Steiner mantrische Worte, und wer sie nacherlebt, wird in die geistige Welt hineingeführt – eine ‹wirkliche Führerschaft›. Die Stunde und damit GA 270a schließt mit der erneuten Rahmung durch das Weltenwort.

Und du schaust dich selbst als Leib aus Geisteshöhen.

GA 270a, Neunte Stunde (22.4.1924), S. 231
Neunte Stunde · Dornach · 1924-04-22 · GA 270a, S. 230–231 Wiederholung in Stunde 231

Drei Strophen: ‹du bist Geist› / ‹du bist Seele› / ‹du schaust dich als Leib aus Geisteshöhen›.

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